Menschen bewegen – Perspektiven gestalten!
Header

Pflegeassistenz mit der Qualifikation LG1 und LG2

Ambulante Dienste sowie stationäre Pflege- und Betreuungseinrichtungen sind auf Beschäftigte angewiesen, die nicht nur grundpflegerische Tätigkeiten, sondern auch Behandlungspflege durchführen können, die über einfache Tätigkeiten wie Blutdruck- und Blutzuckerkontrolle hinausgehen.

Mit unserer Weiterbildung Pflegeassistenz mit der Qualifikation LG1 und LG2 können Sie zusätzlich Tätigkeiten verrichten, die die Kostenträger (Krankenkassen und Pflegeversicherung) den Leistungsklassen 1 und 2 zugeschrieben haben.

Rechtliche Grundlage und Hinweise

Sie werden nach §§ 132 und 132a Abs. 2 SGB V weitergebildet.

Zielgruppe

Wichtig für die Tätigkeit in der Behandlungspflege ist das Interesse an der Arbeit mit hilfsbedürftigen Personen sowie ein hohes Verantwortungsbewusstsein in der Arbeit. Das Alter der Kursteilnehmer spielt dabei keine Rolle; für uns zählt das Interesse und die Eignung für diesen Beruf.

Um in der Behandlungspflege arbeiten zu dürfen und damit den Kurs besuchen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ausbildung zur Altenpflegehelfer/in oder
  • sonstige geeignete Personen, die eine 2-jährige Berufserfahrung in der Pflege und ein 3-monatiges Praktikum in Vollzeit in der Behandlungspflege nachweisen können

Sofern Sie diese nachweise noch nicht erbringen, es aber absehbar ist, dass Sie diese in Kürze erreichen, können Sie auch schon jetzt die Weiterbildung machen.

Ausgebildete Kranken- und Atenpfleger/innen, Krankenpflegehelfer/innen sowie Arzthelfer/innen mit 2-jähriger Berufspraxis benötigen diese Weiterbildung nicht, sondern können direkt in der Behandlungspflege arbeiten.

Kursinhalte und Praxiseinsätze

Theorie- und Praxisphasen finden immer im Blockmodell statt.

Theoretische Wissensvermittlung

Die Vermittlung des Wissens für diese vielfältige Tätigkeit erfolgt im Unterricht in unseren Schulungsräumen. Bei der Wissensvermittlung gehen wir, abgestimmt auf den Unterrichtsinhalt, verschiedene Wege: es gibt neben dem üblichen Unterricht auch Gruppenarbeiten, eigenständige Erarbeitungen von Themen und deren Vorstellung in der Gruppe sowie selbstständiges Lernen mit Übungsaufgaben.

Die Kursinhalte sind aus der Praxis heraus beschrieben und von unseren Dozentinnen und Dozenten erarbeitet worden. Sie lernen also nicht nur für die Prüfung, sondern werden die vermittelten Inhalten in der Praxis immer wieder anwenden können.

Der Inhalt des Kurses besteht unter anderem aus den Themen Rechtskunde, Erste Hilfe, grundpflegerische Tätigkeiten oder Hygiene. Zudem werden Prophylaxen (Vorbeugende Maßnahmen) wie z.B. gegen Kontrakturen (Gelenkversteifungen), Dehydratation (Austrocknung) und Dekubiti (Druckgeschwüre) vermittelt. Des Weiteren beinhaltet der Kurs spezielle Themen der Behandlungspflege, wie Behandlung von Dekubiti bis zur Kategorie 2, das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen, Medikamentengabe (Tabletten, Subcutane Injektionen, Inhaltationen) oder die Verabreichung von Klistieren.

Mit 190 Unterrichtsstunden erhalten Sie ein erweitertes Wissen für Pflegetätigkeiten, in der Behandlungspflege.

Praktische Erfahrungen

Während zwei Praktikumsblöcken werden Sie praktische Erfahrungen sammeln und lernen, das theoretische Wissen am Patienten umzusetzen. Dabei stehen Ihnen in den Einrichtungen eine Praxisanleitung zur Verfügung, die gezielte Anleitungen und Praxisaufgaben mit Ihnen umsetzt.

Die Praktika sollten Sie in verschiedenen Einrichtungen absolvieren, um unterschiedliche Arbeitsweisen kennenlernen.

moveo-KundencenterKundencenter

Sie erhalten zudem einen Zugang zum Kundencenter. Hier finden Sie die theoretischen Inhalte in Form von Lerneinheiten des Unterrichtes sowie zusätzliche Übungen und Tests. Mit den letzteren haben Sie eine gute Lernkontrolle und ideale Prüfungsvorbereitung.

Das Kundencenter bietet Ihnen auch nach dem Kursende die Möglichkeit, sich bei Fragen mit Ihren Mitteilnehmern sowie unserem Dozententeam weiter auszutauschen, Informationen noch einmal nachzuschlagen und Informationen zu Weiterbildungen, Auffrischungen usw. zu erhalten.

Vorbedingungen

Zunächst findet ein Eingangsgespräch mit der Kursleitung der Weiterbildung statt. Anschließend findet eine halbtägige Eignungsfeststellung statt, in der wir prüfen, ob sie alle Anforderungen erfüllen.

Arbeitsmarktradar

Pflegeassistenten sind in Seniorenheimen, Krankenhäusern und bei Ambulanten Pflegediensten angestellt.

Der Fachkräftemangel wurde bereits vor einigen Jahren für die Pflegebranche prognostiziert und ist mittlerweile in der Realität angekommen. Einige Pflege- und Betreuungseinrichtungen mussten bereits einen Aufnahmestopp von Bewohnern und Patienten aussprechen, da das Personal fehlt.

Aufgrund des Demografischen Wandels werden immer mehr Menschen altersbedingt pflegebedürftig. So steigt natürlich auch der Bedarf an examinierten Personal ebenso wie an Pflegeassistenten.

Aufgrund des Fachkräftemangels bei Examinierten Pflegekräften werden die Stellen mit geschulten Pflegehelfern besetzt. Diese besitzen als Qualifikation vor allem grundpflegerische Tätigkeiten, Anwendung von Prophylaxen sowie einfache Behandlungspflege wie Blutdruck- und Blutzuckermessung. Letzteres stellt jedoch ein Problem dar, denn wird bei einem Bewohner der Blutzucker gemessen, steht vermutlich auch eine Medikamenten- oder Insulingabe an. Dieses darf jedoch nicht von Pflegehelfern erfolgen. Dafür bedarf es weiterqualifizierte Pflegeassistenten mit der Qualifikation LG1 und LG2.

Weiterqualifikation

Nach dieser Weiterbildung können Sie sich, nachdem Sie praktische Erfahrung gesammelt haben, noch weiter qualifizieren:

  • Weiterbildung Pädagogische Ansätze in der Pflege. Hier erlernen Sie, wie Sie Menschen mit besonderem Verhalten professionell begegnen und welche Krankheitsbilder dahinterstecken. Weitere Themen sind die Beziehungsarbeit mit Patienten, Entwicklungsbegleitung, Erkennen und Umgang mit Gefährdungssituationen oder Psychohygiene.

Ansprechpartnerin

Tatiana Van Mechelen
Kursleitung

Telefon: 02932 80948-10
Telefax: 02932 80948-39
E-Mail: pflege@moveo-bewegt.de

Informationen für Arbeitgeber und Einrichtungen

Viele Einrichtungen stehen vor dem Problem, nicht genügend examinierte Kräfte zu haben. Pflegehelfer sind nur bedingt in der Pflege einsetzbar, denn sie verfügen nicht über die nötige Qualifikation, um Behandlungen, die über Blutdruck- und Blutzuckermessung hinausgehen, durchzuführen. Bei Tätigkeiten der Leistungsgruppen 1 und 2, die von einfachen Pflegehelfern durchgeführt werden, befinden sich Einrichtungen in einer Grauzone! Die Qualifikation LG1 und LG2 bietet neben der Rechtssicherheit auch eine fundierte Grundlage zur Abrechnung mit den Kostenträgern.

Finanzielle Förderungsmöglichkeiten

Für Arbeitgeber und Einrichtungen bieten wir unsere Weiterbildung auch als Inhouse-Schulung an. Ebenfalls sind Teilnehmerrabatte möglich, wenn mehrere Ihrer Beschäftigten an einem Kurs teilnehmen.

Der Kurs kann verkürzt werden, wenn bereits Pflegekurse (Pflegehelfer, einjährige Alten- oder Krankenpflegehilfe) absolviert wurden.

Beschäftigte und Einrichtungen

Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer können mit dem Bildungscheck NRW Zuschüsse für diese Weiterbildung beantragen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales oder montags bis freitags jeweils von 8 bis 18 Uhr über die Hotline 0211 837-1929 von „Nordrhein-Westfalen direkt“.

Arbeitslose und Arbeitssuchende

Wenn Sie auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle sind und an eine Tätigkeit in der Pflege und/oder Betreuung vorstellen können, ist es möglich diese Weiterbildung durch die Agentur für Arbeit bzw. den Jobcenter fördern zu lassen. Sprechen Sie mit Ihrem persönlichen Arbeitsvermittler – er wird Ihnen gerne weiterhelfen.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie den Pflegehelfer und Pflegeassistenten mit LG1- und LG2-Qualifikation zusammen machen möchten, benötige Sie zwei Bildungsgutscheine!

Anmeldung

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es gelten die üblichen Bedingungen für unsere Veranstaltungen.

x